Empfehlung zu Sommerfreizeiten 2020

Die Kinder und Jugendlichen unserer Gemeinden und Träger freuen sich auf die Sommerfahrten. Doch es gibt für die Teilnehmenden, die Eltern sowie für die Träger und die Durchführenden massive Verunsicherungen. Gern würden wir euch jetzt eine klare Empfehlung zu den Sommerfahrten geben.

Das ist derzeit jedoch kaum möglich. Niemand kann eine Prognose zum Verlauf in den kommenden Monaten geben. Im Moment können wir nur Punkte benennen, die dabei abzuwägen sind, um eine Tendenz daraus abzuleiten:

  • Eltern geraten in ein persönliches Dilemma: Sollen wir es unseren Kindern erlauben obwohl wir uns große Sorgen machen? Und wenn etwas im Zusammenhang mit dem Virus passiert? Wie gehen wir als Verantwortliche damit um?
  • Es muss damit gerechnet werden, dass Sommerfahrten offiziell nicht möglich sind, weil es lang- oder kurzfristig Vorgaben der Bundesländer dazu gibt. Die könnten voneinander abweichen, wie derzeit auch. Virologen rechnen derzeit in Monaten, nicht in Wochen. Noch schwieriger wird es bei Auslandsfahrten: Grenzübertritte, Gesundheitskontrollen, Grenzschließungen. Tschechien hat seine Grenzen für mindestens ein halbes Jahr geschlossen, die Olympischen Spiele werden verschoben...
  • Es kann sein, dass die Entscheidung im eigenen Ermessen liegen wird, weil die Lage sich etwas entspannt. Regelungen zu Schulfahrten ergehen möglicherweise erst zum neuen Schuljahr aber nicht zu den Ferien. Das alles macht es dann besonders schwierig, weil Verantwortung abgewogen werden muss: Wo sind wir unterwegs? Wem begegnen wir? Wie hoch ist das Risiko? Wie gehe ich damit um, wenn es Erkrankungsfälle gibt und die ganze Gruppe in Quarantäne muss? Solche Verantwortung kann sehr belastend sein. Ihr müsst als Verantwortliche auch für euch selbst sorgen!
  • Wie sieht die wirtschaftliche Lage im Sommer aus? Es muss mit einer massiven wirtschaftlichen Rezession gerechnet werden. Was bedeutet das für die Logistik der Fahrt, aber auch für die Teilnahmebeiträge?
  • Bitte behaltet die Stornierungsfristen im Blick. Diese könnten auch für Euch als interner Zeitplan gut gelten.
  • Vielleicht sind im Sommer kleinere, eher lokalere Aktionen wieder möglich, vielleicht bieten diese ein Ansatz auf einen Ersatz.
  • Wir empfehlen eine offene Kommunikation mit den Eltern, Jugendlichen und Kindern über die nächsten Schritte und die Fristen.

Im Zweifelsfalle ist eine längere Atempause ohne Sommerfahrten besser zu ertragen als liebevolle Planungen, die dann aufgegeben werden müssten.

Umso mehr braucht es dann aber eure Ideen und Angebote, die vor Ort stattfinden können, mit denen man gezielter das Risiko begrenzen kann. Diese Ideen können wir miteinander teilen. Wir haben auf unserer Homepage eine Seite dafür eingerichtet:

https://www.evangelischejugend.de/jugendverband/aktuelles/online-angebote/

Bleibt behütet,
Peter Herrfurth, Landesjugendpfarrer der EKM

 

Rechtliche Hinweise zur aktuellen Situation findet ihr unter evangelischejugend.de/corona