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Erste gemeinsame Konferenz der Verantwortlichen für die Arbeit mit Kindern, Familien und Jugendlichen
Die Verantwortlichen für die Arbeit mit Kindern, Familien und Jugendlichen in den Kirchenkreisen der EKM trafen sich vom 1. bis 4. März zur ersten gemeinsamen Konferenz im Ev. Zentrum Kloster Drübeck.
Im thematischen Fokus stand die Begegnung der Referentinnen und Referenten,
Jugendwarte und Fachberaterinnen aus den ehemaligen Teilkirchen der EKM, die aus
unterschiedlichen Traditionen und Strukturen kommen. So ging es zunächst darum,
verschiedene Kulturen wahrzunehmen und vor allem Gemeinsames zu entdecken. Der
Einstieg gelang über eine Spielaktion am ersten Abend mit viel Bewegung,
Kontakt und Kreativität unter den
Teilnehmenden.
Unter dem Motto "den Blick schärfen" wurde am Dienstag in immer wieder neu
gemischten Gruppen metaphorisch der „Organismus gemeindepädagogisches
Arbeitsfeldes“ analysiert, Krankheiten und Schwächen diagnostiziert und
Therapievorschläge
erarbeitet.
Die Ergebnisse im Plenum zeigten sehr schnell: es gibt viel Hoffnungsvolles und Gesundes und mehr Gemeinsames als Unterschiedliches. Die Grenzen laufen eher zwischen der Situation im ländlichen und im städtischen Raum als zwischen den ehemaligen Landeskirchen Thüringen und Kirchenprovinz.
Die Grundausrichtung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der gesamten EKM ist weniger different als zunächst vermutet. „Wir arbeiten ähnlich, auch wenn die Struktur der Leitung und Einbindung in Gremien der Kirchenkreise unterschiedlich ist“, stellte eine Gruppe fest.
So war man sich schnell einig: "Wir nehmen die Situation wahr - aber wir blicken nach vorn: was brauchen wir jetzt für die Zukunft?"
In der nächsten Phase unter der Überschrift "Ausblick" fragten sich die
Teilnehmenden, was es für die Zukunft braucht und welche nächsten Schritte nötig
und hilfreich
wären.
In kleinen Gruppen wurden folgende Themen diskutiert und jeweils Anregungen für die Weiterarbeit im Kinder- und Jugendpfarramt, im Verantwortlichenkonvent und für kirchenleitende Gremien zusammengetragen:
- Verhältnis Religionsuntericht/Schule und gemeindliche Arbeit
- Anstellungsfragen, Problematik unbesetzter Stellen und strukturelle Ursache für mangelnde Flexibilität der Mitarbeitenden (KAVO)
- Arbeit an Veränderungsprozessen
- Akzeptanz und Stärkung der Leitungsrolle im Kirchenkreis
- Verhältnis der verschiedenen Berufsgruppen im Verkündigungsdienst
- Versäulung oder Vernetzung Arbeit mit Jugendlichen (AmJ) und Arbeit mit Kindern und Familien (AmK)
- Wertschätzung der AmK
- Arbeit mit Ehrenamtlichen, was heißt Partizipation und wie kann sie geschehen
- Visionen und Ziele gemeindepädagogischer Arbeit
Zur Entspannung am Abend gab es absurdes Theater. Unter der Leitung von C.W. Olafson spielte eine Gruppe vom Projekt „Greizer Theaterherbst“ das Stück „Warten auf Godot“ von Samuel Becket. Trotz hervorragender spielerischer Leistung gab es dann doch bis in den nächsten Tag hinein die Frage „Hab ich das jetzt verstanden oder muss ich einfach warten – auf Godot?“
Im Konferenzteil am Mittwoch ging es dann vor allem um Arbeitsfragen, Themen aus den Referaten des Kinder- und Jugendpfarramtes und die Vorstellung und Diskussion des Papiers der Bildungskammer „Perspektiven der Gemeindepädagogik“, das von der nächsten EKM-Synode zur Kenntnis genommen werden soll.
Für die thematische Weiterarbeit bei nächsten Treffen legte der Verantwortlichenkonvent den Schwerpunkt auf die Gestaltung der Übergänge von der Arbeit mit Kindern zum Konfirmandenarbeit und dann zur Arbeit mit Jugendlichen. Wie können hier Brüche und Abbrüche vermieden oder wenigstens gemildert werden?
Ansonsten soll der Schwerpunkt der Konventsarbeit auf dem Konferenzteil mit Austausch und gemeinsamer Positionierung zu aktuellen Fragen in den gemeindepädagogischen Arbeitsbereichen liegen.
Den Abschluss der Tagung bildete eine Bibelarbeit zu Psalm 8 mit OKR Christhard Wagner.
Fotoeindrücke von der Tagung hier.





