DEMOKRATIEBILDUNG

Ökumenisches Friedensgebet am Tag des TÜGIDA-Aufmarsches am 19.9. in Gera und am 28.9. in Ronneburg

Am Samstag, den 19. September ab 19:00 Uhr ist eine Veranstaltung der Thügida-Bewegung in Gera angemeldet. Für diese Veranstaltungen wird auf Internetseiten geworben, die eindeutig dem militanten rechten Flügel zuzuordnen sind. In Gera soll die Marschroute an folgenden sensiblen Orten vorbeiführen: muslimisches Gebetshaus, Trinitatiskirche (traditioneller Ort für Gegenaktionen und der jüdischen Kulturtage); evangelisches Gemeindehaus (beherbergt Migrationsberatungsstelle).

18:00 Uhr findet in der Geraer St. Trinitatiskirche ein ökumenisches Friedensgebet statt, das von den evangelischen, katholischen und freikirchlichen Gemeinden der Stadt gemeinsam gestaltet wird. Zu diesem Gebet sind alle Menschen eingeladen, die für Menschlichkeit und Würde im Umgang mit Flüchtlingen sind. Unter dem Motto „Was ihr getan habt…“ fragen wir nach unserer Verantwortung in diesen Tagen. Im Anschluss an das Friedensgebet findet unmittelbar vor der Kirche eine Mahnwache für die Opfer von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus statt.

In Ronneburg wird am 28. September auch zu einem Friedensgebet 19:00 Uhr in die Marienkirche geladen.

Handreichung zum Umgang mit der AfD

Die Amadeu Antonio Stiftung hat  eine Handreichung herausgegeben mit Empfehlungen zum Umgang mit Menschen und Organisationen, die rechtspopulistische Positionen vertreten. Beispiel ist der Umgang mit der AfD. Es wird die Frage behandelt, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Gespräch mit Rechtspopulisten sinnvoll und möglich ist. Es wird an Hand von Praxisbeispielen dargestellt, welche Erfahrungen bisher vorliegen. Dabei reicht das Feld von der Auseinandersetzung in Parlamenten und Kommunalvertretungen über pädagogische Handlungsfelder bis zu Social Media. Sie finden die Publikation hier als PDF-Dokument. Sie kann aber auch als Print-Produkt bei der Amadeu Antonio Stiftung bestellt werden (http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/publikationen/#Demokratiefoerderung).

Tagung „Populismus und die Gefährdung der Demokratie – Was tun die Medien?“ - 19. bis 21. Juni Ev. Akademie Loccum

Pegida, AfD, Brexit, Trump: Insbesondere mit Blick auf  das „Superwahljahr 2017“ gibt es heute viele beklemmende Anlässe, um sich mit dem Phänomen Populismus und seinen Folgen zu beschäftigen. Der Bedarf nach Deutungs- und Erklärungsversuchen ist groß, denn ein erstarkender Populismus signalisiert eine Krise der Demokratie. Umso drängender ist die Notwendigkeit, über geeignete strategische Ansätze für den richtigen Umgang mit Populisten und populismusaffinen Bevölkerungsteilen nachzudenken.

Studientag Ökumene- Christen und Populismus - 15.03. Wittenberg

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirche begegnen in ihrer seelsorgerlichen und pastoralen Arbeit immer wieder rechtspopulistischen Gedanken und Positionen. Wie wird damit umgegangen, wenn in der Bibelarbeit oder im Kasualgespräch freundliche Gemeindeglieder plötzlich antisemitische oder fremdenfeindliche Positionen äußern? Dient es dem Evangelium der Liebe, „dem Volk aufs Maul“ zu schauen und den Äußerungen verstehend nachzugehen? Oder gilt es, menschenverachtendem Denken auch mit dem Wort Gottes entgegenzutreten?